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© Joachim Bartholomae 2017

Ich wurde am letzten Tag des Jahres 1956 in Bielefeld, das es

damals noch gab, geboren. Nach dem Abitur verweigerte ich

den Kriegsdienst und engagierte mich in der

Friedensbewegung – sechs Jahre lang beriet ich

ehrenamtlich andere Kriegsdienstverweigerer, womit ich

rückblickend betrachtet meine ersten Erfahrungen als Lektor

sammelte: Ich half anderen, verständlich auszudrücken, was

ihnen am Herzen lag.

Doch hauptsächlich leistete ich meinen Zivildienst und

studierte Soziologie, noch immer in Bielefeld. Ich hatte das

große Glück, Niklas Luhmann in vielen Vorlesungen und

Seminaren persönlich erleben zu dürfen, einschließlich einer

denkwürdigen mündlichen Prüfung, die ich dennoch

bestanden habe. 1983 wusste ich mit meinem Diplom wenig

anzufangen, es gab nur Jobs in der EDV, also wechselte ich

den Beruf und wurde Buchhändler.

Von 1986 bis 2002 war ich Geschäftsführer und Mitinhaber

des Buchladens Männerschwarm, 1992 dann Mitbegründer

des Männerschwarm Verlags – so habe ich die heiße Phase

des Strukturwandels im Buchhandel hautnah mitverfolgt. Im

Verlag übernahm ich neben der allgemeinen

Geschäftsführung auch das Lektorat der Belletristik. Als ich

2010 meine erste eigene Übersetzung in Angriff nahm, hatte

ich in knapp zwanzig Jahren mehr als einhundert

Manuskripte redigiert, teils deutschsprachige Originale, teils

Übersetzungen aus anderen Sprachen.

Die Bücher, für die ich mehr getan habe, als sie einfach nur

zu redigieren, sind in den jeweiligen Rubriken aufgeführt.

2013 wurde ich für meine Übersetzung von Oscar Wildes

„The Critic as Artist“ mit dem Übersetzerpreis der Hamburger

Kulturbehörde ausgezeichnet, 2014 erhielt ich ein

Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die

Übersetzung des Romans „Hotel de Dream“ von Edmund

White. 2014 bin ich auch dem Verband der

Literaturübersetzer (VdÜ) beigetreten und dadurch mit Ende

50 erstmals Mitglied einer Gewerkschaft (Ver.di) geworden,

was mir als Selbstständigem vorher nicht möglich (und ja

auch nicht wirklich notwendig) war.

Was noch? Ich trinke gern Wein, spiele Bridge und lebe seit

sehr, sehr langer Zeit in wilder Ehe mit einem reizenden

Hannoveraner zusammen. Das weitere wird sich zeigen.

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